Das Programm des Isny Opernfestivals April bis Juli 2026 :
Festivalgottesdienst
am Sonntag 31. Mai 10:30 Uhr
Dieses Jahr gibt es außerdem etwas ganz Neues :
Erstmals gestalten Mitglieder des Ensembles der Isny-Oper einen F e s t i v a l g o t t e s d i e n s t in der Nikolaikirche Isny
mit der Bach-Kantate BWV 194 „Höchst erwünschtes Freudenfest“ zum Trinitatisfest – mit Gesangssolisten und Instrumentalensemble, geleitet von Hans-Christian Hauser
Predigt und Liturgie: Pfarrerin Linda Lee Zipperle

Das Festivalkonzert
in der Nikolaikirche Isny ist am Sonntag, 21. Juni 2026 19:00 Uhr,
wartet wieder mit einem prächtigen Programm auf Sie:
Die beiden großen Werke Richard Wagner Vorspiel aus der Oper „Meistersinger“
und Gustav Mahlers 1. Symphonie („Titan“)
werden flankiert von zwei synagogalen Gesängen aus der liberaljüdisch-amerikanischen Tradition (Sopran: Elsa Kodeda)
und von einer Uraufführung: „Die Steppe wird blühen“ (Text Jesaja 35) von Hans-Christian Hauser,
für Sopran, Bariton, afrikanisches Balafon und Orchester (Maria Steinhilber, Sopran und Bemjamín Rudik, Bariton)
Leitung: Hans-Christian Hauser

Himmelblaue Träume
Revueoperette in 12 Bildern von Robert Stolz und Robert Gilbert
Donnerstag 25. Juni und Samstag 27. Juni, 18:30 Uhr
Freilichtaufführung im romantischen Schlosspark Isny
(bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)
Dauer circa 80 Minuten, keine Pause, Einlass 30 Minuten vor Spielbeginn
anschließender Sektempfang zusammen mit den Künstlern ist im Preis inbegriffen
Mittwoch 1. Juli 19 Uhr München Schloss Lustheim (Freiterrasse) im Schlosspark Schleißheim (bei ungünstigem Wetter im Festsaal)
Freitag 3. Juli 19 Uhr Wilhelma Theater Stuttgart
Ein umschwärmter Filmregisseur aus Berlin will in den Schweizer Bergen einen Musikfilm drehen und logiert im Hotel «Zum Wilden Mann». Hier verliebt er sich in die bezaubernde Sekretärin des Hotelbesitzers, sie ist nicht abgeneigt, flirtet heftig zurück und sieht sich schon als angehenden Filmstar in Berlin.
Ihrem Charme ist aber nicht nur der Regisseur erlegen, sondern auch die drei Söhne des Hotelchefs und – mit ernsten Heiratsabsichten – dieser selbst.
Das Werk wurde unter dem Namen „Grüezi“ am 3. November 1934 am Stadttheater Zürich uraufgeführt.
Die Musik von Robert Stolz vermischt Elemente der jazzigen Schlagermusik der 1930er Jahre mit Wiener Marschliedern, Walzern und traditionellen Schweizer Liedern.
Robert Stolz, geb. 1880 in Graz, war zunächst Kapellmeister am Theater an der Wien. Zu Beginn der 1920er-Jahre versucht er sich mit einem eigenen Theater in Wien selbständig zu machen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 brachte er auf 21 Fahrten mehrere Juden und politisch Verfolgte, im Fond seiner großen Limousine versteckt, heimlich nach Österreich. Nachdem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland verließ er wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus seine Heimat. Er kam über Zürich nach Paris, von dort emigrierte er mit seiner inzwischen fünften Frau, „Einzi“ nach New York. Während der Zeit seiner Emigration wurde er auch für einen Filmmusik-Oscar nominiert. Robert Stolz komponiert in seinem langen Leben über 60 Operetten sowie zahlreiche Filmmusiken und Lieder, die heute zu Volksliedern geworden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg gilt er als letzter großer Meister der Wiener Operette.
Robert Gilbert wurde 1899 in Berlin geboren. Sein Vater war der Kapellmeister und Operettenkomponist Max Winterfeld, seine Mutter arbeitete als Modistin, und sein Bruder war Kinder- und Jugendbuchautor.
Robert Gilbert verfasste für rund 60 Operetten die Libretti, für rund 100 Tonfilme die Gesangstexte und komponierte als musikalischer Autodidakt zahlreiche Schlager mit eigenen Texten.
In der Zeit seiner größten Erfolge wurde er nach der „Machtergreifung“ als Jude im Sinne der nationalsozialistischen Gesetze verfemt und musste emigrieren. Erste Station seines Exils war Wien, wo er unter Pseudonym noch Texte für Robert Stolz und andere schrieb. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste er auch dort das Land verlassen und ging nach Paris. 1939 floh er mit seiner Familie in die USA.
„Himmelblaue Träume für Kinder“
Freitag 26. Juni 18 Uhr
im romantischen Schlosspark Isny (bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)
Speziell auf Kinder zugeschnitten bieten wir eine Aufführung: Angeleitet von der Sängerin und Theaterpädagogin Elsa Kodeda dürfen Kinder dabei zur schwungvollen Musik der Operette „Himmelblaue Träume“ von Robert Stolz das „Bergblumen-Märchen“ auf der Bühne im Schlosspark mitspielen. Und das inmitten des klangvollen Festivalorchesters!
Das Märchen ist von Jakob Streit, einem Schweizer Autor (1910-2009), der vor allem als Autor von Kinder- und Jugendbüchern bekannt wurde.
Kammerkonzert
Sonntag 29. Juni 18 Uhr
am Bösendorferflügel im Kurhaus
Instrumentalisten und Sänger des Ensembles bieten ein buntes Ad hoc-Programm. Diese spontanen Programme erfreuten sich in den letzten Jahren immer großer Beliebtheit.
Eintritt frei, Spenden herzlich willkommen.
Rückblick auf Veranstaltungen im Frühjahr 2026:
Dmitrij Romanov, München
J.S. Bach Toccata c-moll BWV 911
Schumann Davidsbündlertänze op. 6
Leoš Janáček aus „Auf verwachsenem Pfade“ Nr. 1 aus Reihe 1: Unsere Abende
Sonntag, 1. Februar 2026 15 Uhr
Musikhochschule Stuttgart
Schumann Allegro h-Moll op.8 , Chopin 3. Klaviersonate h-Moll op. 58
Liszt Tarantella aus Venezia e Napoli
Schubert aus“Vier Polonaisen für Klavier zu vier Händen“ D.599 / op.75
Sonntag, 1. März 2026 15 Uhr
Hans-Christian Hauser, Isny/München
Mozart Sonate F-Dur KV332
Beethoven Sonate Nr. 5 c-Moll op. 10 Nr. 1
J.S. Bach Chromatische Fantasie und Fuge
Charles T. Griffes The Fountain of the Acqua Paola
Franz Schubert Impromptu Ges-Dur
Claude Débussy Gärten im Regen (jardins sous la pluie)
Das Isny Opernfestival präsentiert drei märchenhafte chinesische Novellen
Es erwartet Sie die Verfilmung von drei märchenhafte chinesische Kurzgeschichten aus uralter Zeit : „Der weiße Affe“ , „Die Legende vom Taoistenpapst“ und „Die Herberge der Heiratsbestimmung“. Die Handlungen aus fremder Kultur und weit entfernter Zeit sind für uns heute seltsam faszinierend. Sie stammen aus der Qin-Dynastie (265-420 n.Chr.) und der Tang-Dynastie (618-907 n.Chr.) „Der weiße Affe“: Untergeneral Ou-yang Ho geht auf die Suche nach seiner Frau, die von einem seltsamen weißen Wesen, halb Mensch, halb Affe, in eine entlegene Gebirgsgegend entführt wurde.
