38. Isny Opernfestival – 2026

Das Programm des Isny Opernfestivals April bis Juli 2026 :

Nachdem im Jahr 2025 diese neue Reihe so gut angenommen wurde, gibt es 2026 im April und Mai wieder 

Pralinékonzerte

Ensemblemitglieder des Isny Opernfestivals bespielen hübsche Kirchen und Säle in umliegenden Dörfern mit circa 40minütigen Kammerkonzerten  (Streichtrio, Bläserduo und -Trio ). In Dorfkapellen gibt es 25 minütige Konzerte mit einem Soloinstrument oder Duo. Die Akustik dieser Kapellen, in denen sonst kaum eine musikalische Aufführung stattfindet, kommt dadurch zu schöner Entfaltung.  

Wir nennen es „Pralinékonzerte“, weil die Konzerte klein und fein sind, wie wohlschmeckende Pralinen.

Zudem bespielen wir auch Seniorenheime mit Kammerkonzerten: um den Heimbewohnern einen musikalischen und menschlichen Gewinn zu bringen.

 

Die Konzerte finden v o r dem zentralen Teil des Isny Opernfestivals statt.

Termine Pralinékonzerte des Isny Opernfestivals 2026

Sonntag  19. April Streichtrio (Musikhochschule München)

15h  Haus Sonnenhalde  Isny

 

17h  Kirche St. Martinus Eglofs

19h  historischer Gasthof Adler Großholzleute

Sonntag  10. Mai   Cheng-An Chan Violoncello Solo (Musikhochschule München)

18h Marienkapelle im Schloss Isny

19:30h Kapelle St. Elogius Sommersbach

 

Mittwoch 13. Mai  Duo Violine-Fagott (Musikhochschule Trossingen)

14:15h  Haus St. Leonhard  Isny

15:30h  Haus St. Elisabeth Isny-Vorstadt, Innenhof

17:00h  Rochuskapelle Schweinebach

 

Donnerstag 14. Mai, Himmelfahrt  Hans-Christian Hauser Violine Solo

18h Kapelle St. Wolfgang Großholzleute

 

Freitag 22. Mai

Duo Juán Gomez und Corina Tiefenthaler-Gómez  Violoncelli

15h Caritas-Seniorenzentrum St. Martin Lindenberg

17h Kapelle Bühl bei Eglofs

 

Freitag 22. Mai

Juan Gómez  Violoncello Solo

19h La-Salette-Kapelle Schwanden

 

Sonntag 31. Mai

Holzbläsertrio  (Musikhochschule Trossingen)

15h Haus Hubertus Maierhöfen

17h  Kirche St. Martin Bolsternang

Festivalgottesdienst 

am Sonntag 31. Mai 10:30 Uhr

Dieses Jahr gibt es außerdem etwas ganz Neues :

Erstmals gestalten Mitglieder des Ensembles der Isny-Oper einen F e s t i v a l g o t t e s d i e n s t  in der Nikolaikirche Isny 

mit der Bach-Kantate BWV 194 „Höchst erwünschtes Freudenfest“ zum Trinitatisfest – mit Gesangssolisten und Instrumentalensemble, geleitet von Hans-Christian Hauser

Predigt und Liturgie: Pfarrerin Linda Lee Zipperle

 

Das Festivalkonzert

in der Nikolaikirche Isny  ist am Sonntag, 21. Juni 2026  19:00 Uhr,

wartet wieder mit einem prächtigen Programm auf Sie:

Die beiden großen Werke Richard Wagner  Vorspiel aus der Oper „Meistersinger“ 

und Gustav Mahlers 1. Symphonie („Titan“)

werden flankiert von einem synagogalen Gesang aus der liberaljüdisch-amerikanischen Tradition  (Sopran: Elsa Kodeda)

und von einer Uraufführung: „Die Steppe wird blühen“ (Text Jesaja 35) von Hans-Christian Hauser, 

für Sopran, Bariton, afrikanisches Balafon und Orchester (Maria Steinhilber, Sopran und Bemjamín Rudik, Bariton)

Leitung: Hans-Christian Hauser

 

Himmelblaue Träume

Revueoperette in 12 Bildern  von Robert Stolz und Robert Gilbert

 

Donnerstag 25. Juni und Samstag 27. Juni, 18:30 Uhr

Freilichtaufführung im romantischen Schlosspark Isny

(bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)

Dauer circa 75 Minuten, keine Pause, Einlass 30 Minuten vor Spielbeginn

anschließender Sektempfang zusammen mit den Künstlern ist im Preis inbegriffen

 

Mittwoch 1. Juli  19 Uhr München Schloss Lustheim (Freiterrasse) im Schlosspark Schleißheim (bei ungünstigem Wetter im Festsaal)  

Freitag 3. Juli  19 Uhr Wilhelma Theater Stuttgart

Ein umschwärmter Filmregisseur aus Berlin will in den Schweizer Bergen einen Musikfilm drehen und logiert im Hotel «Zum Wilden Mann». Hier verliebt er sich in die bezaubernde Sekretärin des Hotelbesitzers, sie ist nicht abgeneigt, flirtet heftig zurück und sieht sich schon als angehenden Filmstar in Berlin.
Ihrem Charme ist aber nicht nur der Regisseur erlegen, sondern auch die drei Söhne des Hotelchefs und – mit ernsten Heiratsabsichten – dieser selbst. 

Das Werk wurde unter dem Namen „Grüezi“ am 3. November 1934 am Stadttheater Zürich uraufgeführt.
Die Musik von Robert Stolz vermischt Elemente der jazzigen Schlagermusik der 1930er Jahre mit Wiener Marschliedern, Walzern und traditionellen Schweizer Liedern.

Robert Stolz, geb. 1880 in Graz, war zunächst Kapellmeister am Theater an der Wien. Zu Beginn der 1920er-Jahre versucht er sich mit einem eigenen Theater in Wien selbständig zu machen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 brachte er auf 21 Fahrten mehrere Juden und politisch Verfolgte, im Fond seiner großen Limousine versteckt, heimlich nach Österreich. Nachdem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland verließ er wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus seine Heimat. Er kam über Zürich nach Paris, von dort emigrierte er mit seiner inzwischen fünften Frau, „Einzi“ nach New York. Während der Zeit seiner Emigration wurde er auch für einen Filmmusik-Oscar nominiert. Robert Stolz komponiert in seinem langen Leben über 60 Operetten sowie zahlreiche Filmmusiken und Lieder, die heute zu Volksliedern geworden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg gilt er als letzter großer Meister der Wiener Operette.

Robert Gilbert wurde 1899 in Berlin geboren. Sein Vater war der Kapellmeister und Operettenkomponist Max Winterfeld, seine Mutter arbeitete als Modistin, und sein Bruder war Kinder- und Jugendbuchautor.
Robert Gilbert verfasste für rund 60 Operetten die Libretti, für rund 100 Tonfilme die Gesangstexte und komponierte als musikalischer Autodidakt zahlreiche Schlager mit eigenen Texten.
In der  Zeit seiner größten Erfolge wurde er nach der „Machtergreifung“ als Jude im Sinne der nationalsozialistischen Gesetze verfemt und musste emigrieren. Erste Station seines Exils war Wien, wo er unter Pseudonym noch Texte für Robert Stolz und andere schrieb. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste er auch dort das Land verlassen und ging nach Paris. 1939 floh er mit seiner Familie in die USA.

 

„Himmelblaue Träume für Kinder“  

Freitag 26. Juni  18 Uhr 

im romantischen Schlosspark Isny (bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)

Speziell auf Kinder zugeschnitten bieten wir eine Aufführung: Angeleitet von der Sängerin und Theaterpädagogin Elsa Kodeda dürfen Kinder dabei zur schwungvollen Musik der Operette „Himmelblaue Träume“ von Robert Stolz  das „Bergblumen-Märchen“ auf der Bühne im Schlosspark mitspielen. Und das inmitten des klangvollen Festivalorchesters!

Das Märchen ist von Jakob Streit, einem Schweizer Autor (1910-2009), der vor allem als Autor von Kinder- und Jugendbüchern bekannt wurde.

 

Kammerkonzert

Sonntag 29. Juni 18 Uhr 

am Bösendorferflügel im Kurhaus

Instrumentalisten und Sänger des Ensembles bieten ein buntes Ad hoc-Programm. Diese spontanen Programme erfreuten sich in den letzten Jahren immer großer Beliebtheit.

Eintritt frei, Spenden herzlich willkommen.

 

Rückblick auf Veranstaltungen im Frühjahr 2026:

Mittagsmusiken am Bösendorferflügel im Foyer des Kurhauses  Januar bis März 2026

Sonntag, 11. Januar 2026  15 Uhr   Dmitrij Romanov,  München

Bach, Janáček, Schumann

  1. S. Bach (1685-1750): Toccata c-moll BWV 911

Schumann (1810-1856): Davidsbündlertänze op. 6

Leoš Janáček (1854-1928): aus „Auf verwachsenem Pfade“ Nr. 1 aus Reihe 1: Unsere Abende

Sonntag, 1. Februar 2026  15 Uhr   Valérie Baral und Kie Kojima, Musikhochschule Stuttgart

Schumann, Liszt, Chopin

Schumann Allegro h-Moll op.8 , Chopin 3. Klaviersonate h-Moll op. 58

Liszt Tarantella aus Venezia e Napoli

Schubert aus“Vier Polonaisen für Klavier zu vier Händen“ D.599 / op.75

Sonntag, 1. März  2026  15 Uhr   Hans-Christian Hauser,  Isny/München

 
Wolfgang Amadeus Mozart  Sonate F-Dur KV332
Ludwig van Beethoven  Sonate Nr. 5 c-Moll op. 10 Nr. 1   
Johann Sebastian Bach  Chromatische Fantasie und Fuge
Charles T. Griffes  The Fountain of the Acqua Paola
Franz Schubert  Impromptu Ges-Dur
Claude Débussy   Gärten im Regen (jardins sous la pluie)
 
Filmpremiere am Freitag 27. März 2026  19 Uhr im Neuen Ringtheater Isny
 

Das Isny Opernfestival präsentiert drei märchenhafte chinesische Novellen

 
Am Freitag 27. März um 19 Uhr gibt es wieder eine festliche Filmpremiere im Neuen Ringtheater Isny.

Es erwartet Sie die Verfilmung von drei märchenhafte chinesische Kurzgeschichten aus uralter Zeit : „Der weiße Affe“ , „Die Legende vom Taoistenpapst“ und  „Die Herberge der Heiratsbestimmung“. Die Handlungen aus fremder Kultur und weit entfernter Zeit sind für uns heute seltsam faszinierend. Sie stammen aus der Qin-Dynastie (265-420 n.Chr.) und der Tang-Dynastie (618-907 n.Chr.) „Der weiße Affe“: Untergeneral Ou-yang Ho geht auf die Suche nach seiner Frau, die von einem seltsamen weißen Wesen, halb Mensch, halb Affe, in eine entlegene Gebirgsgegend entführt wurde.

 
„Die Herberge der Heiratsbestimmung“ :  Wei K´un trifft einen geheimnisvollen Mann aus der Unterwelt. Dieser ist der Verwalter der Heiratsregister des Reiches, der die Füße derer mit roten Seidenfäden zusammenbindet, die einmal Mann und Frau werden sollen.
 
„Die Legende vom Taoistenpapst“:  Tschang Taoling ist der berühmte Himmelslehrer der Taoisten: er entwickelt das begehrte Lebenselixier, gibt seinen Schülern die heikelsten Prüfungen auf, springt von oben auf einen am Abgrund wachsenden Pfirsichbaum…und fährt am schließlich am hellichten Tag in den Himmel auf.
 
Die drei Filme dauern knapp eine Stunde. Nach dem dritten Film des Abends gibt es einen Sektempfang mit Publikumsgespräch.
Eintritt 9 Euro, Sektempfang inklusive.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an diesem Premierenereignis Anteil nehmen und uns mit Ihrem Besuch beehrten!
Spenden, um die Schnittarbeiten vollends finanzieren zu können, sind herzlich willkommen. (Isny Opernfestival IBAN DE30650800090248778000)
Zur Zeit ist es noch schwieriger als sonst, Sponsoring und Stiftungsgelder zu bekommen.
 
…und hier noch mehr über unser chinesisches Filmprojekt :
 
Nach den gelungenen Odysseefilmen hat sich das Isny Opernfestival aufs Neue ein Filmprojekt vorgenommen. Wir verfilmten im September 2024 an fünf Drehtagen vierzehn historische chinesische Novellen im wunderschönen Terrain um das Kloster Schöntal an der Jagst. Drei der Filme hatten bereits im März 2025 Filmpremiere. Nun hat Maria Anelli mit genialem Gefühl für Ästhetik den Filmschnitt von drei weiteren Kurzfilmen geschaffen. Sie verwendet auch Einblendungen von reizvollen historischen chinesischen Bildern, Zeichnungen, Figuren. Maria Anelli ist von Haus aus Sängerin, sie wirkte zahlreiche Male beim Isny Opernfestival mit. In den letzten Jahren hat sie nun zudem eine große Begabung auch für Filmschnitt entwickelt. Hans-Christian Hauser gestaltet die Filmregie, formte aus den Novellen Drehbücher und ist einer der sechs Schauspieler. Dazu komponierte er angelehnt an 26 historische chinesische Gedichte und 13 historische chinesische Anekdoten Filmmusik für 10 Instrumente. Die Filmmusik wurde durch Herrn Werner Walravens aufgenommen, mit Instrumentalisten des Isny Opernfestivals. Zum Team gehörten sechs Schauspieler aus dem Sänger-Musiker-Milieu des Isny Opernfestivals, auf die die gesamten Partien verteilt werden. Die Kameraführung übernahm „smoove design“ aus dem nahegelegenen Öhringen.. Hans-Christian Hauser wählte diesmal das optisch äußerst reizvollen Klosters Schöntal an der Jagst, das auf dichtem Raum geradezu eine Oase an schönen architektonischen und landschaftlichen Motiven darstellt. Schöntal ist ein Teil von Hans-Christian Hausers Heimat.