38. Isny Opernfestival – 2026

Das Programm des Isny Opernfestivals April bis Juli 2026 :

Das Festivalkonzert

in der Nikolaikirche Isny  ist am Sonntag, 21. Juni 2026  19:00 Uhr,

wartet wieder mit einem prächtigen Programm auf Sie:

Die beiden großen Werke Richard Wagner  Vorspiel aus der Oper „Meistersinger“

und Gustav Mahlers 1. Symphonie („Titan“)

werden flankiert von zwei synagogalen Gesängen aus der liberaljüdisch-amerikanischen Tradition  (Sopran: Elsa Kodeda)

und von einer Uraufführung: „Die Steppe wird blühen“ (Text Jesaja 35) von Hans-Christian Hauser,

für Sopran, Bariton, afrikanisches Balafon und Orchester (Maria Steinhilber, Sopran und Bemjamín Rudik, Bariton)

Leitung: Hans-Christian Hauser

Himmelblaue Träume

Revueoperette in 12 Bildern  von Robert Stolz und Robert Gilbert

 

Donnerstag 25. Juni und Samstag 27. Juni, 18:30 Uhr

Freilichtaufführung im romantischen Schlosspark Isny

(bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)

Dauer circa 80 Minuten, keine Pause, Einlass 30 Minuten vor Spielbeginn

anschließender Sektempfang zusammen mit den Künstlern ist im Preis inbegriffen

 

Mittwoch 1. Juli  19 Uhr München Schloss Lustheim (Freiterrasse) im Schlosspark Schleißheim (bei ungünstigem Wetter im Festsaal)

Freitag 3. Juli  19 Uhr Wilhelma Theater Stuttgart

Ein umschwärmter Filmregisseur aus Berlin will in den Schweizer Bergen einen Musikfilm drehen und logiert im Hotel «Zum Wilden Mann». Hier verliebt er sich in die bezaubernde Sekretärin des Hotelbesitzers, sie ist nicht abgeneigt, flirtet heftig zurück und sieht sich schon als angehenden Filmstar in Berlin.
Ihrem Charme ist aber nicht nur der Regisseur erlegen, sondern auch die drei Söhne des Hotelchefs und – mit ernsten Heiratsabsichten – dieser selbst.

Das Werk wurde unter dem Namen „Grüezi“ am 3. November 1934 am Stadttheater Zürich uraufgeführt.
Die Musik von Robert Stolz vermischt Elemente der jazzigen Schlagermusik der 1930er Jahre mit Wiener Marschliedern, Walzern und traditionellen Schweizer Liedern.

Robert Stolz, geb. 1880 in Graz, war zunächst Kapellmeister am Theater an der Wien. Zu Beginn der 1920er-Jahre versucht er sich mit einem eigenen Theater in Wien selbständig zu machen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 brachte er auf 21 Fahrten mehrere Juden und politisch Verfolgte, im Fond seiner großen Limousine versteckt, heimlich nach Österreich. Nachdem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland verließ er wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus seine Heimat. Er kam über Zürich nach Paris, von dort emigrierte er mit seiner inzwischen fünften Frau, „Einzi“ nach New York. Während der Zeit seiner Emigration wurde er auch für einen Filmmusik-Oscar nominiert. Robert Stolz komponiert in seinem langen Leben über 60 Operetten sowie zahlreiche Filmmusiken und Lieder, die heute zu Volksliedern geworden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg gilt er als letzter großer Meister der Wiener Operette.

Robert Gilbert wurde 1899 in Berlin geboren. Sein Vater war der Kapellmeister und Operettenkomponist Max Winterfeld, seine Mutter arbeitete als Modistin, und sein Bruder war Kinder- und Jugendbuchautor.
Robert Gilbert verfasste für rund 60 Operetten die Libretti, für rund 100 Tonfilme die Gesangstexte und komponierte als musikalischer Autodidakt zahlreiche Schlager mit eigenen Texten.
In der  Zeit seiner größten Erfolge wurde er nach der „Machtergreifung“ als Jude im Sinne der nationalsozialistischen Gesetze verfemt und musste emigrieren. Erste Station seines Exils war Wien, wo er unter Pseudonym noch Texte für Robert Stolz und andere schrieb. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste er auch dort das Land verlassen und ging nach Paris. 1939 floh er mit seiner Familie in die USA.

 

„Himmelblaue Träume für Kinder“

Freitag 26. Juni  18 Uhr

im romantischen Schlosspark Isny (bei ungünstigem Wetter im Kurhaus)

Speziell auf Kinder zugeschnitten bieten wir eine Aufführung: Angeleitet von der Sängerin und Theaterpädagogin Elsa Kodeda dürfen Kinder dabei zur schwungvollen Musik der Operette „Himmelblaue Träume“ von Robert Stolz  das „Bergblumen-Märchen“ auf der Bühne im Schlosspark mitspielen. Und das inmitten des klangvollen Festivalorchesters!

Das Märchen ist von Jakob Streit, einem Schweizer Autor (1910-2009), der vor allem als Autor von Kinder- und Jugendbüchern bekannt wurde.

 

Kammerkonzert

Sonntag 29. Juni 18 Uhr

am Bösendorferflügel im Kurhaus

Instrumentalisten und Sänger des Ensembles bieten ein buntes Ad hoc-Programm. Diese spontanen Programme erfreuten sich in den letzten Jahren immer großer Beliebtheit.

Eintritt frei, Spenden herzlich willkommen.