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»Der Klang des Ostens« – Konzert auf Schloss Achberg

Samstag 19.05.2018, 19:00 Uhr

Lieder und Arien von Glinka, Tschaikowski, Rachmaninow u.a.

Interpretationsklasse für slawische und jüdische Vokalmusik an der Musikhochschule München, Hans-Christian Hauser

Vorverkauf: Tel. 0751 85-9511 oder per E-Mail an info@schloss-achberg.de

Programm:

Traditioneller georgischer synagogaler Gesang
Shir Hashirim (aus dem Hohenlied)
…er küsst mich mit den Küssen seines Mundes, die sind süßer als Wein…du duftest gut, deshalb lieben dich die Mädchen…zieh mich mit dir, lass uns laufen…
Keiko Obai

Lawrence Avery (1927–2015)
K´Shoshanah (aus dem Hohenlied)
…wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Mädchen; wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Freund unter den Knaben…
Elsa Kodeda

Max Helfman (1901-1963)
Ana Dodi (1955) (aus dem Hohenlied)
…Steh auf mein Freund und sage mir…steh auf meine Freundin, meine Schöne, und komm mit mir, denn der Winter ist vergangen
und die Nachtigall ist gekommen…
Keiko Obai

Michail Glinka (1804-1857)
Finnische Bucht
Ich liebe es, in der stillen Stunde des Abendrots nachdenklich vom grünen Hügel
auf die Bucht zu schauen. Wie schön sinkt die Sonne ins Wasser!
Schnelle Boote gleiten auf den Wellen. Erinnerungen beleben mein
Herz, ich fliege in Träumen in dieses Land und sehe die Bucht, die
alte Stadt, Hügel mit Lorbeerbäumen, eine Grotte, türkisfarbiges
Wasser, die mich zu neuem Leben erweckt haben. Palermo – meine dankbare
Seele kann dich nicht vergessen! Die Trennung wird die Erinnerungen
nicht auslöschen. Das Herz hat Flügel, die uns in die Traumwelt
bringen.
Elsa Kodeda

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Inmitten des rauschenden Balles
…habe ich deine traurigen Augen erblickt. Deine Stimme klang so wunderbar. Nachts tue ich kein Auge mehr zu: ich weiß nicht, ob ich dich liebe, aber es scheint mir, als ob!
Niklas Mallmann

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Aufs Neue allein wie zuvor
…aufs Neue von Traurigkeit umarmt, schauen auf mich durchs Fenster die Pappeln im Mondenschein, flüstern ihre Blätter irgendetwas. In den Sternen brennt der Himmel. Wo bist du, meine Liebe? Alles was in mir ist, vermag ich nicht weiterzugeben. Freund! Bete für mich! …ich bete bereits für dich!
Niklas Mallmann

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Wir saßen mit dir
…am eingeschlafenen Fluß. Mit leisem Lied sind die
Fischer nach Hause vorbeigeschwommen. Der goldene Sonnenstrahl ist erloschen.
Und ich habe dir damals nichts gesagt. Es donnerte weit entfernt.
Ein Gewitter näherte sich. Auf deinen Wangen floß eine Träne. Und ich warf
mich zu dir weinend und sagte nichts, nichts. Und jetzt, in diesen
Tagen, wie früher: einsam erwarte ich nichts von der Zukunft. Im
Herzen ist der Klang des Lebens längst verklungen. Ach, warum, warum
habe ich Dir nichts, nichts gesagt!
Elsa Kodeda

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Verrückte Nächte
…schlaflose Nächte, gestörtes Reden, müde Blicke. Nächte, vom letzten Feuer erleuchtete, späte Blumen des
toten Herbstes. Die Zeit hat mir erbarmungslos gezeigt, was in euch
falsch war, trotzdem fliege ich zu euch in Erinnerungen und suche nach
der unmöglichen Antwort.
Einschmeichelnd flüsternd übertönt ihr die unerträglichen lauten
Geräusche des Tages. Ihr verscheucht meine Träume…verrückte Nächte,
schlaflose Nächte!
Elsa Kodeda

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Des Nachts im Garten bei mir
… weint eine Weide. Trostlos ist diese traurige Weide. Früh am Morgen wird das zärtliches Mädchen Morgenrot der weinenden Weide ihre Tränen abwischen.
Keiko Obai

Antonín Dvořák (1841-1904)
erste Arie der Rusalka (aus der Oper »Rusalka«)
…oft kommt er hierher, lässt seine Kleidung am Deich und badet in meinen Umarmungen. Aber ich bin nur Welle, mein Wesen darf er nicht erkennen. Wäre ich nur ein Mensch, wie heiß würde ich ihn dann umarmen und wie stürmisch würde er mich küssen…
Jaewon Yun

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Margariten
Schau, wie viele Margariten, hier und dort!
Sie blühen, eine große Fülle!
Ihre dreieckigen Blütenblätter sind wie Flügel, wie weiße Seide.
In ihnen ist die Macht des Sommers, überfließende Freude, ein helles Regiment.
Bereite, Erde, den Blumen ein Getränk aus Tau, gib dem Blütenstängel Saft!
Ihr Mädchen, Margaritensterne, ich liebe euch.
Keiko Obai

Aleksandr Alabiew (1787-1851)
Die Nachtigall (Koloraturlied)
…Du schön singende Nachtigall, wohin fliegst du, wo singst du die ganze Nacht?
Ich bin jung und habe Perlen und einen Goldring. An einem Winterabend ist mein Ring kaputtgegangen, und im Frühling hat mich mein Geliebter verlassen.
Elsa Kodeda

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Es ist höchste Zeit!
…erscheine, Prophet! Ich rufe zu dir mit aller Kraft der Trauer und der
Liebe. Sieh an, wie schwach und ermattet wir sind vom zermürbenden Kampf!
Kein Lichtschein um uns, nur Nichtigkeit. Das Gewissen schläft. Jetzt oder
nie!
Gabriel Rollinson

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Morgen
…»Ich liebe dich«, flüsterte zum Tag die Morgenröte – und der Himmel, umarmt, errötete von dem Geständnis, und Sonnenlicht, die Natur erleuchtend, liebkoste ihn zärtlich. Und der Tag, als ob er noch nicht ganz traute, dass seine lang erhoffte liebe wahr werden würde, senkte sich zur Erde und wischte ringsum mit Lächeln die Ketten von glänzenden Tränen ab.
Gabriel Rollinson

Antonín Dvořák
Lied der Rusalka an den Mond (aus der Oper »Rusalka«)
…du lieber Mond! Du strahlst hell auf die Welt. Verweile einen
Augenblick, sag mir, wo ist mein Geliebter? Leuchte ihm in der Ferne und sag ihm,
dass ich ihn hier erwarte…
Jaewon Yun

Sergej Rachmaninow (1873-1943)…
Die Nacht ist traurig
…wie meine Träume! Weit weg, in den weiten Steppen schimmert ein einsames Feuer … Im Herzen ist viel Traurigkeit und Liebe. Aber wem und wie wirst du erzählen, was ruft dich, wes ist dein Herz voll? Die Straße ist weit weg, die taube Steppe schweigt. Die Nacht ist traurig, wie meine Träume.
Elsa Kodeda

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Springbrunnen
Sieh, wie sich aus lebendigen Wolken der Springbrunnen glänzend ballt! Wie er brennt! Wie
in der Sonne der feuchte Rauch zerstäubt. Als Strahl steigt er auf zum Himmel, er berührt die ersehnte Höhe – und wieder fällt sein feuerfarbner Staub zur Erde, verurteilt!«
Elsa Kodeda

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
In meiner Seele steigt die Liebe auf
…Wie die Sonne, in der Pracht ihrer Schönheit,
Und die Lieder sind schlank erzeugt,
Wie duftende Blumen.
In meiner Seele ist dein Blick kalt
Die Sonne brannte heiß.
Ach, wenn ich mit dieser sengenden Sonne hätte
deine kalten Augen entzünden können!
Gabriel Rollinson

Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908)
Arie der Schwanenprinzessin (aus der Oper »Das Märchen vom Zaren Saltan«)
…Du Zarensohn, mein Retter, du hast nicht einen Geier getötet, sondern den bösen Zauberer, hast nicht einen Schwan befreit, sondern mich in ein Mädchen zurückverwandelt!…
Keiko Obai

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
»Christus ist auferstanden«
…singen die Chöre; doch, Christus, wärst du jetzt bei uns und sähest, wie
grausam immer noch die Menschen zueinander sind, du würdest bittere Tränen weinen!
Gabriel Rollinson

Nikolai Rimski-Korsakov (1844-1908)
Rötliche Wolken
…ziehen über den Himmel. Der traurige
Abendstern erleuchtete silbern die Ebene, die schlummernde Bucht und die
schwarzen Felsengipfel. Ich liebe dein schwaches Licht, es weckt
vergessene Träume in mir. Ich erinnere mich, als du über
den friedlichen Wiesen aufgingst, wo dem Herzen alles lieb ist. Dort in den
Bergen war ich in Gedanken entspannt und vertieft, als der Nachtschatten
über die Häuser zog und ein junges Mädchen nach dir suchte, mein Stern!
Elsa Kodeda

Nikolai Rimski-Korsakov (1844-1908)
Die Welle bricht und spritzt
…in meine Augen. Ich sitze
steif auf dem Stein, spüre unbegreiflichen Mut und Kraft in mir. Eine
Welle nach der anderen, Flut und Ebbe, schäumen. O Meer, wen kann
ich zum Kampf herausfordern um meine auferstandene Kräfte
zu erproben? Das Herz spürt, dass das Leben schön ist. Ihr Wellen habt mein Trauer verscheucht und die Seele auferweckt. Sie gleicht dem tosenden Meer.
Elsa Kodeda

Anton Rubinstein (1829-1894)
Erste Arie des Dämon (aus der Oper Демон »Dämon«)
Deine Träne an der Leiche des Stummen Falle nicht in lebendigen Tau: Er ist weit weg, er wird es nicht wissen, Er wird deine Sehnsucht nicht schätzen; Himmlisches Licht streichelt jetzt den körperlosen Blick seiner Augen; Er hört himmlische Melodien … Was für ein Leben von kleinen Träumen, Das Stöhnen und die Tränen einer jungen Jungfrau Für einen Gast des Paradieses …
Niklas Mallmann

Antonín Dvořák
3. Arie der Rusalka (aus der Oper »Rusalka«)
(Rusalka spricht zur Hexe Jezibaba)
Jezibaba, hilf mir! Du hast hundertjährige Weisheit, durchdringst der Natur Geheimnisse, du siehst das Schicksal der Menschen im Traum, verstehst das ewige Leben. Mit irdischen Giften und den Strahlen des Mondes verstehst du tausendfältig Medizin zu brauen. Du kannst verbinden, kannst zerstören, kannst töten, kannst erschaffen, deine uralte Weisheit versteht Menschen in Geister zu verwandeln und Geister in Menschen. Du erschreckst des Nachts die kleinen Nixen, aber verstehst menschlichen Kummer zu heilen. Für uns und für die Menschen in der weiten Welt erscheinst du mal als Urgewalt, mal in menschlicher Gestalt. Da du mit Tod und mit Ewigkeit ausgestattet bist: hilf mir, du wunderbare Frau!
Jaewon Yun

Anton Rubinstein (1829-1894)
zweite Arie des Dämon (aus der Oper »Dämon«)
(Dämon singt zu Tamara:)
Im luftigen Ozean
….ohne Segel oder Steuerrad, erklingen harmonische Chöre, schwimmt ohne Pfad unhörbar der Schwarm faseriger Wolken. Sie kennen nicht Freude noch Trauer, nicht Hoffnung in die Zukunft noch Bedauern des Vergangenen…wenn der goldene Mond über den Höhen des Kaukasus aufgeht und dich anlächelt, fliege ich zu dir und fächle dir goldene Träume zu…
Niklas Mallmann

Antonín Dvořák
4. Arie der Rusalka (aus der Oper »Rusalka«)
…leer ist mein Herz, vergeblich meine Anmut, sie hilft mir nichts, bin ich doch nur HALB ein Mensch. Er kennt mich nicht mehr, hat mich vergessen. In den Augen der Fürstin hingegen brennt ein wildes Feuer, das seine Leidenschaft entzündet. Mich umgibt nur kühles Wasser, mir mangelt eine solche Leidenschaft…
Jaewon Yun

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