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Festival 2011 - Leoš Janáček (1854-1928) »Das schlaue Füchslein«Leoš Janáček (1854-1928) »Das schlaue Füchslein«
Príhody Lisky Bystrousky
Oper in drei Akten in tschechischer Sprache

Das in Blau-, Weiß- und Silbertönen schillernde Blätterwerk einer Silberpappel symbolisiert die geheimnisvoll fluktuierenden Naturkräfte, in die Menschen und Tiere gleichermaßen verwoben sind.
Baumfrüchte, plastische, greifbare Objekte, stehen für die wenigen konkret fassbaren Aufgaben und Kontakte, die jedem menschlichen und tierischen Wesen schließlich direkt zufallen und woran es zu arbeiten hat.
Die Tiere changieren in farbigeren Tönen als die Menschen, die ganz in Braun-, Grauund Weißtönen verharren.
Denn die Tiere gehen leichter mit der ganzen charmanten, vielfältigen Beweglichkeit des Seins um als die Menschen, die sich schwer tun mit den gesellschaftlichen, moralischen und religiösen Begrenzungen, die sie sich auferlegen und die sie doch nicht recht verstehen und einhalten können.
Die Tiere sind voll Charme, Intelligenz, politischen Bewusstseins, Höflichkeit, Liebesfähigkeit. Die Menschen haben zu begreifen, dass sie ein Teil dieser faszinierend schillernden Schöpfung sind und sich in diese einfügen sollen, anstatt zu versuchen, sich darüber zu erheben.
Und so ist diese Oper ein Lob auf die Geschöpflichkeit, aber so, wie sie die impressionistischen Maler sehen: Die Menschen sind dem Betrachter nicht aus Herzensgefühl nahe, sondern fügen sich für den distanzierten Betrachter, ebenso wie Tiere und Gegenstände, als Formen und Farbflecken in das beseelte farbige Licht der Natur.

Mehr zur Inszenierung – hier weiter lesen…

Künsterische Leitung, Inszenierung und musikalische Leitung: Hans-Christian Hauser

 

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