1989
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 Antonin Dvorák  1993
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 Johann Strauß  1994
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 Wolfgang Amadeus Mozart  1999
 My fair Lady 
 Frederick Loewe und Alan Jay Lerner  2000
 Hoffmanns Erzählungen 
 Jacques Offenbach  2001
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2004
Falstaff
von Giuseppe Verdi
2003
Jolanthe
von Piotr Iljitsch Tschaikowsky
Gianni Schicchi
von Giacomo Puccini
2002
The Fairy Queen
von Henry Purcell
2001
Figaros Hochzeit
von Wolfgang Amadeus Mozart
2000
Hoffmanns Erzählungen
von Jacques Offenbach
1999
Pinocchio
von nach einem Buch von Carlo Collodi in Musik gesetzt von Fritz Hartmann
My Fair Lady
von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner
1998
Der Schauspieldirektor
von Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
von Wolfgang Amadeus Mozart
1997
Schuberts Rosamunde
von Till Bastian mit Musik von Franz Schubert
Peter und der Wolf
von Sergej Prokofiew
Die Streiche des Scapin
von Jean Baptiste Molière
Land des Lächelns
von Franz Lehàr
1996
Meister Pedros Puppenspiel
und La Vida Breve

von Manuel de Falla
1995
Feuervogel und Die Nachtigall
von Igor Strawinsky
1994
La Cenerentola (Aschenputtel)
von Gioacchino Antonio Rossini
1993
Die Fledermaus
von Johann Strauß
1992
Rusalka
von Antonin Dvorák
1991
Die Gans von Kairo
von Wolfgang Amadeus Mozart
1990
Die Welt auf dem Monde
(Il mondo della luna)

von Joseph Haydn
1989
Gärtnerin aus Liebe (La finta giardiniera)
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»Figaros Hochzeit«
von Wolfgang Amadeus Mozart
 Figaros Hochzeit Für das dreizehnte Festival-Jahr suchte man sich eine neue architektonische Kulisse: die Mozartoper »Die Hochzeit des Figaro« (in deutscher Sprache) wurde auf der Terrasse des barocken Schlösschens Isny-Neutrauchburg gespielt. Am Fuße der Freitreppe saß das Orchester; für das Publikum wurde eine Metalltribüne zwischen die uralten Parkbäume gestellt.

Hans-Christian Hauser hatte von seinem Engagement zu Jahresbeginn in San Francisco (»Ariadne auf Naxos«) den Bühnenbildner Matthew Berglund mitgebracht. Dieser schuf für die vier Akte vier Bühnenbilder, die sich in ihrer Leichtigkeit, ihrem Anklang an barocke Formen und in ihren Pastellfarben hervorragend an den Hintergrund des Schlösschens anpassten.

Stephanie Bachhuber stellte in ebensolchen Pastellfarben ein stimmiges Kostümbild zusammen, so dass der Gesamteindruck etwas an Renoirs oder Monets Gemälde von Gesellschaften im Garten von Landhäusern erinnerte.

Die Sängerbesetzung war international wie immer:
Bernd Gebhardt (versch. nord- und ostdeutsche Theater) als Figaro
Jin Lian (Shanghai) als Susanna
Tobias Neumann (Musikhochschule München) als Graf
Wang Li (Peking) als Gräfin
Kremena Dilcheva (Musikhochschule München) als Cherubino
Blanka Mellenová (versch. slowakische u. tschechische Theater) als Marcellina
Ivan Zvarik (Staatstheater Banska Bystrica) als Bartolo
und Antonio Joe Hennes (San Francisco Lyric Opera) als Basilio und Don Curzio
Marina Spielmann (Musikhochschule München) als Barbarina
Gaby Grosser-Koß und Stephanie Bachhuber als Blumenmädchen

Das Orchester war diesmal bereichert um vier Studenten des San Francisco Conservatory, so dass insgesamt sechs Amerikaner das Kolorit aus Chinesinnen, Slowaken, Tschechen, Rumänen, Bulgaren und Deutschen bereicherten.

Marjan Jagust, Tanzlehrer der Hochschule für Musik München, hatte die berühmte Tanzszene einstudiert. Isnyer Schüler bildeten ein Assistententeam.

»Figaro« wurde auch im Stadttheater Kempten gegeben. Und erstmals wagte sich die Isny-Oper nach München: Hans-Christian Hauser war es gelungen, das edle Cuvilliés-Theater für eine Aufführung zur Verfügung zu bekommen. Dieses Theater war natürlich ein traumhafter Rahmen für diese Produktion, die viel Feinheit an schönen Stimmen, Schauspiel und optischen Reizen in sich trug.

Das Publikum in Isny, Kempten und München spendete viel Applaus, das Südwest-Fernsehen war wieder einmal gekommen, in den Zeitungen gab es sowohl Lob als auch Kritik. Besonders machte der Kritikerin der Schwäbischen Zeitung die früh einsetzende empfindliche Abendkühle im Allgäu zu schaffen. Tatsächlich wurde es rund um das Schlösschen ab 22 Uhr, dann, wenn die Theaterbeleuchtung ihre schönsten Wirkungen zu zeigen beginnt, nicht nur kühl, sondern auch feucht - ein starkes Argument gegen Abend-Freilichtaufführungen im Allgäu.

Zweitprogramm des Festivals, das sowieso sich in der Internationalität beheimatet fühlt, war ein großes Orchesterkonzert mit jüdischer Musik. Im Zentrum von »Songs of a People« stand Roslyn Barak, frühere Opernsängerin und jetzt Kantorin an der liberaljüdischen Synagoge Emanu-El San Francisco. Mit ihr hatte Hans-Christian Hauser schon in 1999 in Isny konzertiert. Nun also arrangierte er jüdische Lieder und Ladino-Lieder für Orchester, dazu erklangen eine Synagogen-Suite von David Schiff, das Lied »Goldenes Jerusalem« und amerikanische Musical-Songs.
Russell Kotcher, Student des San Francisco Conservatory, spielte die drei Violinsoli aus der Filmmusik »Schindlers Liste«, Bledar Zajmi Max Bruchs »Kol Nidrei« für Violoncello Solo, und das Orchester gab »Trois poèmes juifs« von Ernest Bloch.
Roslyn Barak zog das Publikum in Bann, und mit ihr die anderen Solisten, das Orchester und Hans-Christian Hauser als Dirigent dieses großen, langen und in seiner Art wohl einmaligen Konzerts.
Die Nikolaikirche in Isny hatte mit ca. 600 Besuchern ein außerordentlich großes Publikum aus dem gesamten Umkreis; das Konzert in St. Bonifaz in München hingegen war leider recht schlecht besucht.

Das Opernfestival hatte diesmal den Jüdischen Nationalfonds München zum Verbündeten, der seinen Freundeskreis einlud; doch diese Besucher machten sich in München mehr bei der Oper »Figaro« bemerkbar als beim jüdischen Konzert.

Im Programmheft standen Grußworte der liberalen jüdischen Gemeinde München, der evangelischen Kirchengemeinde Isny und vom Abt der Klosterkirche St. Bonifaz München. Sponsoren waren - nur in diesem Jahr - auch die Kulturstiftung der Deutschen Bank und die Stiftung Württembergische Hypothekenbank.