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21 Jahre Opernfestival
2004
Falstaff
von Giuseppe Verdi
2003
Jolanthe
von Piotr Iljitsch Tschaikowsky
Gianni Schicchi
von Giacomo Puccini
2002
The Fairy Queen
von Henry Purcell
2001
Figaros Hochzeit
von Wolfgang Amadeus Mozart
2000
Hoffmanns Erzählungen
von Jacques Offenbach
1999
Pinocchio
von nach einem Buch von Carlo Collodi in Musik gesetzt von Fritz Hartmann
My Fair Lady
von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner
1998
Der Schauspieldirektor
von Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
von Wolfgang Amadeus Mozart
1997
Schuberts Rosamunde
von Till Bastian mit Musik von Franz Schubert
Peter und der Wolf
von Sergej Prokofiew
Die Streiche des Scapin
von Jean Baptiste Molière
Land des Lächelns
von Franz Lehàr
1996
Meister Pedros Puppenspiel
und La Vida Breve

von Manuel de Falla
1995
Feuervogel und Die Nachtigall
von Igor Strawinsky
1994
La Cenerentola (Aschenputtel)
von Gioacchino Antonio Rossini
1993
Die Fledermaus
von Johann Strauß
1992
Rusalka
von Antonin Dvorák
1991
Die Gans von Kairo
von Wolfgang Amadeus Mozart
1990
Die Welt auf dem Monde
(Il mondo della luna)

von Joseph Haydn
1989
Gärtnerin aus Liebe (La finta giardiniera)
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»Meister Pedros Puppenspiel
und La Vida Breve«
von Manuel de Falla
 Meister Pedros Puppenspiel<br>und La Vida Breve Zwei Kurzopern von Manuel de Falla standen im achten Jahr des Opernfestivals auf dem Programm. Einerseits wollte man nach dem großen Defizit mit der außerordentlich großen Produktion »Feuervogel/Die Nachtigall« durch Werke in kleiner Besetzung große finanzielle Ausgaben vermeiden; andererseits trug man dem Konzept Rechnung, auch seltener gespielte Opern auf den Spielplan zu bringen.

»Meister Pedros Puppenspiel« ist eine überaus reif komponierte Kostbarkeit, von Manuel de Falla eigentlich für das Marionettentheater einer reichen Prinzessin geschrieben. In dieser Geschichte aus Don Quichote gibt es nur drei Gesangsrollen: den Puppenspieler Meister Pedro sang Marshall Raynor, den Don Quichote Athanassios Ikonomu und die schwierige Knabenrolle des Ausruferjungen der zwölfjährige Isnyer Florian Heutmann.

Schüler aus Isny spielten Marionetten und die Zuschauer des Theaters. Mit Hilfe des Isnyer Kinderfestfundus und Frau Andrea Binder wurden den Figuren hübsche spätmittelalterliche Kostüme verpasst.

Kunsterzieher Rainer Fritz baute ein prägnantes Marionettentheater mit fröhlichen Kulissenbildern. Das Orchester war von 36 auf 25 Personen reduziert worden, vorwiegend rumänische Orchestermusiker, tschechische Studenten und einige wenige regionale Musiker, und spielte präzise und filigran.

»La Vida Breve«, ein Frühwerk tragischen Inhalts von Manuel de Falla wurde in relativ einfacher Ausstattung auf die Bühne gebracht. Die Hauptrolle der Salud sang Janá Havranová von der Staatsoper Prag, die insgesamt vier Jahre lang die souveräne Primadonna der Isny-Oper bleiben sollte.
Die Großmutter wurde von Svetlana Afonina (Theater St. Gallen) gesungen,
der Onkel von Marshall Raynor (Lehrbeauftragter an der Musikhochschule München) und
die Tenorrolle des Paco von Polo Saldana aus Wien.
Weitere Rollen hatten aus München Julia Felecan,
Athanassios Ikonomu und Montserrat Caballero, die auch den bekannten Tanz aus »La Vida Breve« tanzte;
aus Tschechien Petr Pálka und Alice Buresová,
sowie aus Isny Markus Kimmich.

Man spielte nicht im Freien, sondern im Kurhaus Isny, ausnahmsweise schon im Mai, da man einen terminlichen Kompromiss mit dem Isnyer Kinderfest eingegangen war. Dieser Termin erwies sich als sehr ungünstig, da er in den Pfingstferien lag. So war viel potentielles Publikum verreist. Auch schien die Stückauswahl von vielen von vornherein abgelehnt zu werden. Unter dem relativ spärlichen Publikum, das doch zur Aufführung kam, waren wiederum relativ wenige Menschen, die einen Sinn für die Raffinesse des Puppenspiel-Stückes hatten. Man erwartete eben doch große Oper mit internationalen Solisten.
Bei »La Vida Breve« gab es zwar eine hervorragende Salud in der Hauptrolle zu bewundern, doch bemängelte man Sparsamkeit in der Ausstattung.

Die Stücke wurden auch in Kempten und im Kornmarkttheater Bregenz gespielt. Gerade hier, direkt neben den hochkarätigen Festspielen, bekam das Ensemble eine überschwängliche Zeitungskritik von den Vorarlberger Nachrichten. Die Nichte Manuel de Fallas, Frau Isabella de Falla lobte in einem Brief außerordentlich die hübschen Fotos vom »Puppenspiel«.

Das Orchesterkonzert, das man in der Nikolaikirche abhielt, war gut besucht und erntete uneingeschränkten Beifall. Auf dem Programm standen Bachs Orchestersuite Nr. 3 und das Brandenburgische Konzert Nr. 4 (Veronika Ortner-Dehmke, Sabine Gstach, Samica Varyas), Joaquín Rodrigos »Fantasia para un gentilhombre« (Markus Kimmich) und Mozarts Fagottkonzert (Sandu Moldovan).