Zur Inszenierung

Die Barockzeit liebte Themen aus der klassischen griechischen Mythologie.

Euripides hatte diese Geschichte bereits zu einem Drama verarbeitet, und nach ihm hat Racine daraus die berühmteste Tragödie der französischen Literatur geschaffen. Und nun komponierte Rameau, ein Zeitgenosse Bachs und Händels, daraus eine opulente Oper.

Aber die durfte nicht zu traurig ausgehen... Am Ende der turbulenten Handlung, in der Diana den Angriff auf ihren Tempel militärisch abschmettert, in der Pluto den Theseus in der Unterwelt quält, in der der hübsche Amor mit Genehmigung des Jupiter die Diana-Priesterinnen durcheinander bringt und in der der Meeresgott Hippolytos von einem Ungeheuer verschlingen lässt, finden sich durch den Zauber der Diana die Liebenden Hippolytos und Aricia unversehrt und glücklich zwischen Schäferspielen wieder.

Rameaus Musik ist fein, elegant, charmant, von tänzerischen Rhythmen durchsetzt; brausende Arien der Götter stehen im Kontrast zu zärtlichen Arien voll liebenden Gefühls, zu farbigen Chören und zu kunstvollen Koloraturpassagen im Liebeslied der Nachtigall.

Die Inszenierung auf der Freilichtbühne vor der mächtigen Stadtmauer und dem Diebsturm wird viele hübsche Anregungen aus den fantasievollen griechischen Vasenbildern in die optische Gestaltung einbringen. Ein Sprecher - als Theaterfigur - wird zudem dem Publikum das Geschehen in deutscher Sprache erläutern.

Inszenierung und musikalische Leitung: Hans-Christian Hauser